Was uns krank macht…

…und was uns gesund hält. Dieser Frage gehen immer mehr Arbeitnehmer nach.

Warum? Dazu schauen wir uns einfach folgende Zahlen an:

Jede vierte Person fühlt sich 2021 häufig gestresst. Die häufigsten Stressoren sind die Arbeitsmenge im Job, häufiger Termindruck, Informationsüberflutung und schlechten Arbeitsplatzbedingungen.

Bei denjenigen Arbeitnehmern, die häufig Stress erleben, berichten knapp Dreiviertel (74 Prozent) von Muskel- und Rückenprobleme. Viele Menschen fühlen sich getrieben und die Zahl der stressbedingten Erkrankungen war noch nie so hoch wie heute.

Ich selbst kenne die oben genannten Probleme. Als Selbstständiger hatte ich den Kopf voll mit Terminen und To Dos: Hier ein Formular ausfüllen, dort eine Rechnung schreiben, Buchungen durchführen und das alles neben der Projektarbeit Hierbei kommt man schnell auf eine 60 Stunden Woche. Als Erstes habe ich meine Pausen gestrichen und noch lange nach der Arbeitszeit den Kopf voller Arbeit gehabt. Das war natürlich genau der falsche Schritt, um den Stresspegel zu senken und sich fokussiert auf Termine vorzubereiten.

💡Doch wann ist Arbeiten gesund und stärkt das Wohlbefinden? Arbeit ist dann gesund, wenn wir einen Sinn aus der Arbeit ziehen können, die Arbeit bedeutsam für uns ist, unsere menschlichen Grundbedürfnisse befriedigt werden und wir regelmäßige Pausen einlegen.

Wie setze ich dies um?

📝Ich habe mir meine Arbeit so gestaltet, dass ich versuche meine Aufgaben so gut wie möglich zu strukturieren. Da hilft mir eine TO DO Liste und Musik in der Pause. Ich höre regelmäßig die Sportify Playlist „Coding mode“, um mich zu fokussieren und nicht zwischen Aufgaben hin- und herzuspringen. Auch lege ich mein Handy bewusst weg, wenn ich mich konzentriert meinem aktuellen TO DO zuwende.

📱Laut dem Bestseller-Autor Nir Eyal („Hooked“, „Indistractable“) ist das hohe Maß der Ablenkung eines der größten Probleme unserer Zeit. Wir schauen im Schnitt 50-80-mal am Tag auf unser Telefon, nur 10% wegen Benachrichtigungen, 90% sind wir es selbst. Da wundert es nicht, dass die durchschnittliche Dauer, die wir ungestört und konzentriert an einer Aufgabe arbeiten, nur elf Minuten beträgt.

Diese Erfahrung habe ich auch gemacht: Oft scheint es mir, dass wir durch dauerhafte Erreichbarkeit unseren Stresspegel deutlich mehr erhöhen. Selbst im Freizeitbereich scheinen viele Menschen gestresst, weil sie viele Dinge gleichzeitig machen und das Handy ständiger Begleiter geworden ist. Ich schalte es bewusst in meiner Freizeit auf „lautlos“ und schaue abends nach, was zu tun ist oder worauf ich noch am selben Tag antworten möchte.

Hier gilt es zu unterscheiden was ist wirklich wichtig und was kann warten, denn was Wichtiger als alle TO Dos ist: das ist unsere Gesundheit.

Fühlst du dich häufig gestresst?

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